remember the cheetah within!

such an inspiring interview with glennon doyle about what it means to live an untamed life! stop chasing those dirty pink bunnies and remember you’re a fucking cheetah. let your wild heart take you places and don’t fear getting hurt because you’ll recover from your painful experiences. do you wake up every day knowing you are living your truth? are you creating a life from the inside? can you embrace the beauty of your feral heart? we wanna see all of it because it’s cheetahs like you who remind us of that throbbing, of that yearning, of that beaming that just wants to be unleashed into the world! we can handle you, we need you, we want you to come and shake our old beliefs to their very foundations- because we are hungry for your wildness and tired of the bs we’ve been fed for so long.

this is for you, darlings:

Source: YouTube

BodyLeaks Festival 2021

es ist vollmond und statt eines neuen videos, geht heute mein neues baby online: BodyLeaks – Festival for Female Empowerment & Interconnection. schau doch mal auf instagram vorbei, finde heraus, worum es geht und folge unserem profil, denn es wird spannend!

design: phil himmelmann

https://www.instagram.com/bodyleaks/

the dance of love: when alpha meets omega

je nach beziehung, kann die kommunikation unter beziehungspartnern ein minenfeld sein: trigger (weil wir alle geprägt sind und auf bestimmte dinge (über)reagieren), missverständnisse, verletzte gefühle, rückzug, mauern und vorwürfe... in solchen momenten kommunizieren wir nicht, sondern sind in unserem jeweiligen film gefangen. <<echte>> kommunikation ist eine begegnung, bei der wir die/den anderen wirklich sehen und das, was er/sie sagt, annehmen können (auch wenn es vielleicht schwer zu hören ist). wie fühlt es sich an, wenn unser*e partner*in präsent ist? wenn wir uns dem anderen wirklich hingeben? vermutlich gibt es in jeder beziehung minenfelder - die frage ist, ob wir uns darüber bewusst sind und wie wir mit ihnen umgehen. beziehungen, die mehr minenfeld als begegnungsort sind, sind auf dauer ziemlich anstrengend und dann ist es manchmal besser zu gehen. we want our relationships to be nourishing, not draining. the good news is: we can practice to be better lovers. are you up for the dance of love? last update: 02. märz 2020.

als alte romantikerin denke ich gerne über beziehungen nach und fühle mich von londins & justins ansatz angesprochen. mir gefällt besonders, dass der eigene körper dabei ein zentrales instrument ist und ich hab nach dem video richtig lust bekommen, mehr über ihre arbeit zu erfahren und danach ihr buch gelesen, the awakened woman’s guide to everlasting love by londin angel winters & justin patrick pierce. klare leseempfehlung – auch für männer oder singles (wie mich).

es geht um fragen wie: wie können wir unser gegenüber bewusst lieben? wie halten wir die liebe lebendig? welche rolle spielt dabei unser körper? wie wird unsere wahrnehmung von gesellschaftlich und kulturell geprägten geschlechterrollen beeinflusst? was passiert, wenn die liebe ins stocken gerät? was können wir tun, um wieder die nötige spannung zu erzeugen?

guru jagat, londin und justin liefern in dieser spannenden und tiefsinnigen unterhaltung jede menge impulse und werkzeuge, wie wir unsere beziehung lebendig gestalten können. ich habe das video (insgesamt geht es knapp 1,5 h) in zwei teilen geschaut:

Source: YouTube Channel by Guru Jagat

empfehlung: paardiologie (podcast)

my aunt once said to me „communication in a relationship is totally overrated!“ well, i disagree. wer es noch nicht kennt, zieht’s euch rein! charlotte roche und martin keß (ihr mann) sprechen offen und ehrlich über liebe, sex & krisen und lassen uns an ihrem beziehungsleben teilhaben. realer geiler scheiß. danke ihr zwei! mehr folgen gibt’s auf spotify. danke für die empfehlung, lieber lin!

healing masculinity (tt)

als ich diesen ted talk vor einigen wochen sah, musste ich ziemlich heulen. nicht nur aus mitgefühl für matt brown, der eine gewaltsame kindheit erlebte – sondern weil mich seine mission sehr berührt. ich wünschte, es gäbe ganz viele solcher orte für männer. einen raum, in dem sie sich safe fühlen und über das sprechen, was ihnen auf dem herzen liegt. ein raum, wo sie gefühle zeigen und verletzlich sein dürfen. ein raum, in dem sie heilen. ein raum, in dem sie männlichkeit neu definieren. was bringen uns am ende die stärksten frauen, wenn männer am struggeln sind? ich hab so bock auf mehr austausch zwischen den geschlechtern. über das, was uns bewegt. let’s get real & vulnerable with each other and tear down boring & damaging concepts of what it means to be „male“ or „female“. you are a breath of fresh air to me, matt! thanks for being so fucking rad.

matt brown getting real on ted talk. definitely one of my male role models!

constance hall on ted talks! #bekind (tt)

„we cried, and we laughed. we stopped taking ourselves so bloody seriously as we remembered how much we desperately missed woman-to-woman connection.“ (constance hall, ted talks)

don’t know what i’d do without the love of my support system. ich bin so froh, um all die frauen in meinem leben & feier jede einzelne von euch! seit vielen jahren folge ich meiner lieblingsbloggerin constance hall aus australien. was mir am besten an ihr gefällt: sie ermutigt andere frauen und promotet sisterhood. con ist mutter von 5 plus 2 kindern, schreibt bücher, hat ein eigenes modelabel gegründet und engagiert sich big times für rafiki mwema https://rafikimwema.com/ , eine hilfsorganisation für missbrauchte kinder in kenia. constance hall ist freimütig & großherzig. seit jahren wird sie massiv getrollt, doch sie lässt sich nicht unterkriegen.

“ i lack the embarrassment that stops a lot of people from being vulnerable.“

so glad you do, con. by being vulnerable, you are opening the door & inviting others to share their stories:

constance hall: here to empower women (ted talk in english)

porn from a female perspective (tt)

dieser ted talk von erika lust spricht mir aus dem herzen! mit anfang zwanzig arbeitete ich als flugbegleiterin, war unzufrieden im job und überlegte, was ich stattdessen machen könnte. eine weile spielte ich mit dem gedanken, film oder regie zu studieren. unter anderem war es die vorstellung, female friendly pornos zu drehen, die mich reizte. denn das, was ich bis dahin an pornos gesehen hatte, war zwar erregend, aber vorwiegend frauenfeindlich und nicht in line mit meinen werten. solche filme zu sehen, hinterließ meist einen fahlen beigeschmack und fühlte sich irgendwie schäbig an. ich wollte "schönen" sex sehen, "echten" sex. sex, bei dem auch die frauen lust hatten, sex, bei dem es nicht ausschließlich um die befriedigung männlicher, sexueller bedürfnisse ging, wo frauen, so mein eindruck, nur ausführende objekte waren, die sich alles gefallen ließen. sex mit körpervielfalt. sex mit nähe & menschlichkeit. sex mit echter leidenschaft. gesegnet mit einer blühenden fantasie, mangelte es mir nicht an szenen. doch weder habe ich film studiert, noch pornos gedreht. erika lust ist diesen weg gegangen und das, sehr erfolgreich. maybe it's time to challenge my porn-is-shit attitude. erika lust, i should give your films a shot!
ted talk auf englisch. mit deutschen untertiteln.

r.i.p., m.o.m. † ruhe in frieden, omi. dieser beitrag ist für euch.

in meinem leben gab es schon immer weibliche role models und es kommen immer wieder neue hinzu. frauen jeglichen alters, jeglicher herkunft. manche haben einen großen bekanntheitsgrad, die meisten von ihnen nicht. all diese frauen sind vielfältig und wunderbar und erfüllen mein herz mit liebe und mut. sie sind es, an die ich denke, wenn das leben mir zitronen serviert, die mich immer wieder aufstehen lassen, wenn ich am boden bin. meine großmütter sind meine vorbilder. sie wurden 93 und 95 jahre alt und sind dieses jahr unerwartet, im abstand von drei monaten, verstorben. 

seit ich denken kann, nannten alle meine amerikanische großmutter (auf ihren wunsch!): m.o.m., kurz für „mean old mom“. welcome to my family’s dark sense of humor. omi war einfach omi. oder ommi, ommilein oder ömmeken. meine großmütter waren sehr unterschiedlich und facettenreich und ich erinnere mich vor allem an ihre schönen seiten.

bei m.o.m. waren es ihre liebe für uns, ihre liebe fürs detail, ihre liebe für erlesene dinge, exquisite kleider und ausgewählten schmuck, ihr gepflegtes aussehen, ihre ladylike art, ihre unverblümte direktheit, ihre fürsorge und ihre großzügigkeit. bis zu ihrem tod bedachte sie ihre zahlreichen familienmitglieder zu jedem geburtstag und weihnachten mit einem geldgeschenk und einer persönlichen karte.

trotz der großen entfernung blieben wir bis zum ende in regelmäßigen kontakt. die räumliche distanz zu meiner amerikanischen familie hatte mir schon früh gezeigt, dass verbundenheit keine frage der räumlichen nähe ist. bis heute stehe ich den menschen dieser familie unheimlich nah und uns verbindet ein sehr enges, starkes band.

es war m.o.m., die mir schon früh dabei half, mich so zu mögen, wie ich bin. ich war das erste ihrer vierzehn enkelkinder und als ich als kind wieder einmal über meine sommersprossen klagte, nahm sie mein gesicht in ihre hände und bat mich sie anzusehen. „katja (das war einer ihrer kosename für mich), katja, look at me! do i have freckles?“ „yes, m.o.m.“. „that’s right, my face and arms are covered in freckles. now, guess what? you and i are both very lucky because freckles are kisses from god.“

es war m.om., die mir dabei half, meine lebensentscheidungen zu reflektieren. auch, wenn ich, gerade als junge frau, im ersten moment oft nur kritik hörte –lag ich mit meiner einschätzung falsch, denn sie war besorgt, hatte lebenserfahrung, wo mir weitsicht fehlte, und wollte immer nur das beste für mich.

meine amerikanische großmutter wuchs mit ihrer älteren schwester und mutter in kemmerer auf, einem provinznest in wyoming. ihr vater war als junger mann aus dem damaligen österreich-ungarn immigriert und arbeitete als bergarbeiter untertage. als sie fünf jahre war, verunglückte er tödlich im kohlebergwerk. ihre mutter war die erste frau, die nach langem, zähen kampf eine witwen- und halbwaisenrente für sich und ihre töchter von der mining company durchsetzte. meine großmutter wuchs unter schwierigen bedingungen auf und musste viel entbehren. als sie mitte zwanzig war, lernte sie meinen großvater kennen. er verliebte sich unsterblich in sie und sie bekamen gemeinsam sechs kinder. ihr siebtes kind verstarb kurz vor der geburt im mutterleib und m.o.m. musste es tot zur welt bringen. den frühen verlust ihres vaters hat sie nie wirklich verarbeitet. ich habe meiner großmutter ihre schönen kleider und ihren wohlstand immer gegönnt.

omi war eine richtige kämpfernatur, bauernschlau und zäh. sie hatte eine messerscharfe intuition, war gesellig und kontaktfreudig. bis zu ihrem tod standen wir wöchentlich im kontakt und telefonierten meist lange miteinander. sie war mein go-to mensch, wenn ich kummer hatte oder mir etwas auf dem herzen lag. sie verstand mich und fand immer die richtigen worte, um mir wieder mut zu machen. omi war eines von elf kindern und wuchs in datteln in westfalen auf. ihr vater war bäcker und ein gegner hitlers. als die nazis wind davon bekamen, dass er die uniform seines sohnes jupp, der in der hitlerjugend war, verbrannt hatte, wurde er für mehrere tage von der ss mitgenommen. als er zurück kam, schwieg er über das, was ihm widerfahren war und hielt sich ab da mit seinem widerstand zurück. das bild des führers blieb weiterhin hinter der kommode. vorsichtshalber hatte mein urgroßvater einen nagel in die wand geschlagen, um im falle eines falles behaupten zu können, das bild sei von der wand gefallen und hinter die kommode gerutscht. als meine oma 14 jahre alt war, starb ihr vater. ein jahr später brach der 2. weltkrieg aus. meine oma hat mir unzählige geschichten und anekdoten aus der zeit vor, unter und nach dem krieg erzählt. ihre geschichten sind ein kostbares erbe, denn sie geben mir kraft und ich werde mein ganzes leben von ihnen zehren.

immer wieder habe ich mir ihre geburtsgeschichten erzählen lassen, besonders die ihrer ersten beiden kinder. ihr erstes kind bekam sie im bunker. oben flogen die bomben und meine oma lag auf einer harten pritsche unten im luftschutzraum. sie war völlig verängstigt und die geburt ging nur sehr schleppend voran. als sie ihr erstes kind gebar war sie keine 20 jahre alt. kurz vor kriegsende wurde ihr elternhaus in westfalen zerbombt und sie lebte in ärmlichsten verhältnissen mit ihrem zweijährigen sohn, ihren schwestern und ihrer mutter in einer barackensiedlung. ihr zweites kind kam dann nachts bei kerzenschein in einer baracke zur welt, nach der sperrstunde, mit hilfe ihrer schwester und der eines britischen soldaten, der wasser aus dem teich besorgte. es kam zu geburtsverletzungen, die unbehandelt blieben und sehr schlecht verheilten. meine oma litt über ein jahr an den folgen und jeder gang auf die toilette, das erzählte sie oft, war in dieser zeit eine tortur. mein opa war noch in amerikanischer kriegsgefangenschaft und nicht da. ein jahr später machte sie sich samt kind & kegel auf den weg zu ihrem ehemann nach bayern. es sollte eine harte zeit werden, weit weg von ihren schwestern und ihrer mutter, in einem bundesland, in dem sie sich als rheinische frohnatur anfangs fremd und unverstanden fühlte.

das bündnis meiner eltern war vermutlich für beide seiten der familie nicht ganz einfach. für omi waren die „ami“ zwar „der befreier“, dennoch hatte ich manchmal das gefühl als schwinge ein gefühl der unterlegenheit mit, wenn sie über die amerikaner sprach. als meine mutter beschloss, für ein jahr in deutschland zu studieren, hatte ihre mutter große sorge, sie könne wegen ihres aussehens für eine jüdin gehalten werden. diese angst, oder besser die angst vor dem, was ein „jüdisches“ aussehen zur folge haben könnte, waren zu diesem zeitpunkt der deutschen geschichte weitgehend unbegründet, doch sie war da und als meine mutter später für immer nach deutschland zog, stieß sie damit nicht auf große begeisterung. als kind fühlte ich mich manchmal zwischen zwei stühlen und verstand oft nicht, was das problem meiner großmütter war. das kam erst später.

weibliche rollenbilder sind wichtig für unser selbstvertrauen. sie geben uns kraft und machen uns mutig. ich hoffe auch ihr habt frauen in eurem leben, zu denen ihr aufblickt und bei denen ihr das gefühl habt: „von der kann ich mir noch’ne scheibe abschneiden.“ wer weiß, eines tages werdet ihr vielleicht selbst frauen (oder seid es bereits!), bei denen manche das gleiche denken. denen ihr mut macht und kraft schenkt, wenn das leben ihnen gerade viel abverlangt.

es gibt vieles, was ich meinen großmüttern, neben meinem sinn für familie und liebe für ausgewählten schmuck verdanke, und das ist vor allem: mein kampfgeist.

filmempfehlung: female pleasure

eben hab ich mir female pleasure von barbara miller angesehn – ein dokumentarfilm über das weibliche geschlecht und weibliche sexualität – und bin noch ziemlich berührt. er zeigt fünf frauen aus fünf verschiedenen kulturen, die voller mut und engagement längst überholte perspektiven und praktiken herausfordern, gegen sexuelle gewalt gegen frauen kämpfen und sich für geschlechtliche gleichberechtigung und die sichtbarkeit weiblicher sexualität einsetzen. mit dabei rokudenashiko, eine fabelhafte vulvakünstlerin aus japan, die wegen ihrer werke mehrfach verhaftet (und wieder freigesprochen) wurde, wegen angeblichen verstoßes gegen das japanische sittengesetz.

here’s kudos to the real boss ladies!
deborah feldman, leyla hussein, rokudenashiko, doris wagner, vithika yadav – ich verneige mich vor eurem mut und eurer arbeit. the world needs more female rolemodels like you.

die dvd kostet knappe 12 euro, hier geht’s zum trailer:

https://www.youtube.com/watch?v=GbvNV1wWhUs

„mein körper ist kein schmuckstück, sondern ein instrument.“

well said, taryn brumfitt!
der dokumentarfilm „embrace – du bist schön“ ist schon zwei jahre auf dem markt, trotzdem hab ich es jetzt erst geschafft ihn mir anzusehen und finde ihn – inhaltlich- ziemlich gelungen. dass das thema körperhass noch immer brandaktuell ist, macht mich wütend und traurig. ständig höre ich von frauen aus meiner umgebung, dass sie unzufrieden mit ihrer figur sind. meistens wollen sie abnehmen.

schon zu meiner teeniezeit, und die ist zwei dekaden her, hörte ich klassenkameradinnen im frühjahr über die neuesten diäten berichten (ananas, fdh usw.), um im sommer dann die gewünschte bikinifigur präsentieren zu können. als schlanke frau waren diäten für mich nie thema, dafür aber mein fast-kein-minibusen.

oft wurde mir als schlanke frau die möglichkeit der körperablehnung abgesprochen, so als dürfe ich, nur weil ich schlank bin, nichts zu meckern haben. vielleicht wär ich aber an manchen stellen lieber etwas runder oder hätte gerne ein paar kilos mehr auf den rippen, aber das kommt meist den wenigstens in den sinn. so wie es für manche schwer ist abzunehmen, ist es eben für manche schwer zuzunehmen.

das teenagerdasein war hart: in der sportumkleide erblühten um mich herum reihenweise titties um titties und wuchsen zu formschönen bobbeln heran. meine nicht. sie blieben einfach klein. meine „rosinchen“ wie meine oma, eine gebürtige westfälin aus bayern, sie immer halb spöttisch, halb liebevoll, zu nennen pflegte, waren auch für sie, die sie mit einer üppigen oberweite gesegnet ist, eine kuriosität und klar („die haste nich von uns wech“), ein erbe von den „amis“, der amerikanischen familie mütterlicherseits. isso. stellt man meine tanten, mich und meine mutter in eine reihe, sieht man ein und denselben körpertypus: schlank, leicht breitschultrig, kleinbusig. mein körper bedeutet für mich also auch zugehörigkeit und steht somit nicht isoliert im raum.

natürlich wollte ich mich erstmal nicht mit meinen kleinen busen zufrieden geben, sondern ließ nichts unversucht ihn größer erscheinen zu lassen: von ersten, unbeholfenen taschentuch-ausstopf-versuchen mit dreizehn bis hin zum more advanced level of titty-faking mit zwanzig: dem waterbra, einem mit wabbeliger gelmasse gefüllten bh, der sauteuer war und im nachhinein, rausgeworfenes geld. die jahre danach waren dann eine wild-wechselnde mischung aus „dazu“ stehen, also zum kleinen busen, und einfach keinen oder keinen ausgepolsterten bh zu tragen und dann doch wieder dem kauf von schlechtsitzenden bhs mit pölsterchen, um eine größere brust zu faken – als könnte man der menschheit den anblick einer kleinen weiblichen brust nicht zumuten und als wäre ein kleiner busen ein makel, den es zu verstecken gilt.

natürlich habe ich als kleinbrüstige frau meine milchboobs gefeiert, wusste aber gleichzeitig, dass diese freude nicht ewig währt, da die stillzeit und somit auch das big-titties glück zeitlich begrenzt ist. eine op kam für mich nie in frage und deshalb hab ich mich entschieden, meine boobs einfach gut zu finden und sie nicht mehr auszupolstern. sie haben drei kinder ernährt und allein dafür hab ich sie schon unheimlich lieb. mir lustspenden können sie auch. what’s not to love? es fühlt sich einfach besser an den eigenen körper anzunehmen als ihn durch die makel-brille zu betrachten.

was würden die frauen der welt -neben einem guten gefühl, nämlich dem der eigenen körperliebe – wohl alles bewirken, wenn sie die gedanken und energie, die sie auf das aussehen ihrer körper verwenden, stattdessen auf andere dinge richten würden?

hier geht’s zum offiziellen trailer von „embrace – du bist schön“, mitproduziert von nora tschirner.

https://youtu.be/o9L5TitpZhA