Fucking worthy

So sehr es mir auch manchmal fehlt, mit einem Mann zu schlafen: Sex bei dem es allein um die Befriedigung meiner körperlichen Bedürfnisse geht, reizt mich null. Je länger ich keinen Sex habe, desto klarer wird mir, was ich brauche. Und, was ich nicht will: Unverbindlichen Sex.

Seit ich Klarheit darüber habe, was mir gut tut, fällt mir sexuelle Enthaltung weniger schwer. Solo-Sex ist nicht das Gleiche wie Sex mit einem anderen Menschen, doch es gibt mir die Möglichkeit meine Libido auszuleben – und mir selbst dabei treu zu bleiben.

Hast du das auch schonmal erlebt? Seelenloses Rubbel-Rubbel-Rein-Raus-Rein? Ich weiß nicht, wie es dir danach ging, aber ich fühlte mich: Unbefriedigt. Leer. Taub. Und weit weg von mir selbst.

Guter Sex ist für mich mehr als ein stumpfes An-und Ineinanderreiben von Genitalien. Er ist für mich eine Begegnung, in der ich – neben Lust & Orgasmen – Nähe, Intimität und Vertrauen erfahre.

Sex, bei dem ich dem anderen nahe bin und mich zeigen kann, lässt Raum: Für Verletzlichkeit, Bedürfnisse, Verlangen und Hingabe. Guter Sex ist erfüllend und orgasmisch. Danach fühle ich mich wohl. Befriedigt. Entspannt. Bei mir. Energetisiert.

Ich finds spannend immer mal wieder in mich reinzufühlen und mich ehrlich zu fragen: Was brauche ich, um mich auf jemanden einzulassen? Wann fühle ich mich wohl beim Sex? Was sind meine Bedürfnisse? Worauf hab ich Lust?

Das brauche ich:

Miauuu! Ich muss seinen Körper wollen!
Mein Körper spürt alle Feinheiten und besitzt ein Instinktwissen, dem ich vertraue. Ich kann mich auf seine Wahrnehmung verlassen und die Signale, die er mir sendet, wenn es um die Empfindungen geht, die der Körper des Anderen in mir auslöst: Wie er dasteht, sich bewegt, wie er atmet, spricht, der Klang seiner Stimme, wie sich sich seine Umarmung, meine Hand in seiner, seine Küsse anfühlen, wie er riecht. Mein Körper weiß sehr schnell, ob unsere Körper auf einer Wellenlänge sind oder nicht. Und darüber hinaus spürt er auch, ob dieser Mensch mir gut tut.

Ich brauche Sicherheit.
Sicherheit bekomme ich durch Vertrauen. Um das zu entwickeln, brauche ich Zeit, um den anderen kennenzulernen und herauszufinden, ob er souverän ist.

Ich brauche Verbindlichkeit.
Unverbindlicher Sex erfüllt mich nicht. Wenn ich mit einem Mann schlafe, will ich mit ihm in einer monogamen Beziehung sein.

Ich brauche Klarheit.
So beliebt & verbreitet sie auch sein mag, ich find die Kombo aus Sex & Alkohol grauslig. Alkohol mag enthemmen, aber er stumpft auch die Wahrnehmung ab und jeglicher Feinsinn beim Sex geht flöten.

Ich brauche Ehrlichkeit & Offenheit.
Um mich beim Sex gehen zu lassen, muss ich wissen, dass es einen wertfreien Raum gibt, in dem ich meine Bedürfnisse äußern kann. Wo ich jederzeit zeigen kann, ob mir etwas Lust macht oder nicht.

Ich brauche Wertschätzung.
Ich will jemanden, der Lust auf stimmungsvollen Sex hat und dem meine Bedürfnisse genauso wichtig sind wie seine eigenen. Nichts törnt mich mehr ab als ein Mann, der kein Feingefühl besitzt, schlecht leckt, drängelt oder darauf aus ist, möglichst schnell abzuspritzen. Einfach Bäh.

Ich brauche Feinsinn und Dominanz.
Ein Mann, der intuitiv und feinsinnig ist, spürt, was ich brauche und souverän führt? Mmmmh, yummmyyyy! Es gibt nichts Schöneres als mich einem solchen Mann hinzugeben. Bedürfnisse sind nicht in Stein gemeißelt und während ich auch gern mal die Initiative oder Führung ergreife, nehme ich bei mir verstärkt ein Verlangen nach Hingebung wahr.

Ich brauche Erdung.
Für hemmungslosen Sex brauche ich einen Mann, der seinen Körper und Schwanz spürt. Der nicht in seinem Kopf, sondern im Hier und Jetzt und mit all seinen Sinnen dabei ist. Fuuuck, yes!

Ich brauche Aftercare.
Nähe nach dem Sex gibt mir Sicherheit und reguliert mein Nervensystem. Wenn ich mit jemanden geschlafen habe, will ich ihn danach noch spüren. Ich will, dass wir schmusen, reden oder einfach beieinander liegen. Schnurrr. Miau.

Was brauchst du, um dich auf jemanden einzulassen und dich beim Sex wohl zu fühlen? Whatever it is, remember: You are fucking worthy.

Not a luxury

Recently, I was told to enjoy the „luxury“ when taking my menstrual break. While I don’t believe this came from an ill-intended place, the comment stirred me up a little. So, I decided to dig deeper.

I’m aware that doing less during my bleed is a privilege and not an option for many menstruating people around the globe. Many of whom merely live to survive.

Now, there is a difference between privilege and luxury. Luxury is something we gain on-top. Something we can afford to do or have, but not necessarily need. The icing on the cake.

Taking a menstrual break is a key measure I implement to recharge my energy so I don’t burn out. As it’s paramount to my well-being, I don’t consider it a luxury .

Slowing down my pace during my bleed and allowing my body to rest is vital for my emotional and physical health. Living in tune with my cycle makes me strong and not only benefits me, but also my community.

Just like our bodies require sleep, food and touch, a menstrual break is not a luxury but a need. While not everyone may feel this way about their bleed, I’m convinced the majority does.

From many conversations I’ve shared with women (cis), one thing really sticks out: it’s the guilt. The guilt many feel at the thought of carving some time out for themselves prior to or during menstruation.

Even when they feel the need to. Even when they know not doing so is detrimental to their health. The guilt of not being „productive“ or being less available to their friends and family weighs heavy on their shoulders.

I’m familiar with this kind of guilt and the shame it entails. It runs deep in our bodies and is the product of a misogynist system that is constantly on the go. A system that exploits people and the earth we live on. A system deemed to fail.

We all know this. And we all fear the consequences of this way of life. And still, when it comes to initiating even the slightest change, we freeze.

We fear possible social repercussions of swimming against the stream, the judgement, the ridicule, the ignorance. We shy away from the discomfort of standing up for our bodies and holding our ground.

I have been honoring my menstruation for many, many years and know how real all this is. So I have compassion when women share their worries and concerns about attempting this change.

It’s possible and we can make it happen. I know from experience that by communicating our premenstrual or menstrual needs, we can create awareness and understanding.

While our circumstances may not permit to fully withdraw during this time – very likely – we will be able to find a compromise.

In a society where the menstrual cycle is largely invisible and menstruation still a taboo, implementing this into our life takes courage.

You are your body’s advocate. If you don’t give yourself permission to honor your menstrual needs and make them a priority, no one else will.

Menstruating or not, a regular breathing space to recharge is vital for anyone. How we treat our bodies matters. Let’s not exploit the gift that allows us to experience the wonders of life.

Hence we should stop labelling menstrual break a luxury or finding excuses as to why it’s impossible. Let’s start finding ways to make it happen!

If you’re in the privileged position to provide a break for your body when it bleeds, please: do not feel guilty about it. You are worthy of this. I’m convinced your choice will have an impact. For the better.

BodySpeaks: Power to the Period

Geballtes Zykluswissen gibt’s auf unserem BodyLeaks-YouTube Kanal! Mit dabei: Clara Ellerbrok (Podcasterin & Zykluscoach), Franka Frei (Menstruationsaktivistin & Autorin von „Periode ist politisch“) und Anne Schmuck (Beraterin für NFP & Zykluswissen). Am Samstag, den 19. November folgt das letzte Interview unseres BodySpeaks Warmups „Power to the Period“ mit Rena Föhr (Journalistin & Zyklusberaterin).

Macht’s euch muckelig und versüßt euch den Lockdown mit jede Menge spannender Infos zum Menstruationszyklus:

Interview mit Clara Ellerbrok

Interview mit Franka Frei

Interview mit Anne Schmuck

Das Potenzial der Menstruation

Dass ich mich während meiner Menstruation (Mondzeit) zurückziehe, ermöglicht mir zur Ruhe zu kommen und neue Kraft zu tanken. Es ist eine Zeit der Innenschau, des Loslassens und des Entstehens. In keiner anderen Zyklusphase bin ich so stark mit mir selbst verbunden und fühle mich offener, empfänglicher und verletzlicher als sonst.

Es ist eine Zeit, in der es (mehr als sonst) um meine Bedürfnisse geht und ich mich selbst nähre. Dass ich mich 4 oder 5 Tage am Stück komplett zurückziehen konnte, war in den letzten 18 Jahren mehr die Ausnahme als die Regel.

Lehre, Berufstätigkeit, Studium oder Kinder? Lassen sich schließlich nicht einfach wegzaubern. Dennoch habe ich im Alltag immer Möglichkeiten gefunden, kleine oder größere Ruhe- und Rückzugsinseln zu schaffen.

Die Jahre in denen ich ohne Kinder war, konnte ich anders auf meine menstruellen Bedürfnisse eingehen. Doch als ich das erste Mal Mutter wurde, war mir klar, dass ich mein Menstruationsritual nicht aufgeben würde und so sind meine drei Kinder von Anfang an mit dem Bewusstsein aufgewachsen, dass ich zyklisch bin und es während meiner Blutung bestimmte Dinge gibt, die ich tue – und die ich nicht tue.

>> Wer mehr darüber lesen möchte: http://muschileaks.de/2020/06/23/menstruieren-mit-kindern/

Seit ich selbständig bin und meine Kinder länger in Betreuung sind, kann ich wieder flexibler auf meine menstruellen Bedürfnisse eingehen. Es geht nicht um das „perfekte“ Menstruationsritual, sondern darum es so gut es geht mit dem eigenen Alltag in Einklang zu bringen.

Diejenigen, die das von vorne herein ausschließen – trotz des Bedürfnisses nach Ruhe & Rückzug – möchte ich ermutigen, ihre Perspektive neu zu überdenken. Meiner Erfahrung nach ist viel mehr möglich, als wir uns vorher vielleicht vorstellen können und die positiven Auswirkungen einer Menstruation, in der wir uns erholt haben, ist im restlichen Zyklus deutlich spürbar!

Vor meiner Menstruation versuche ich so viele Aufgaben wie möglich zu erledigen oder zu delegieren, damit ich in dieser Zeit mehr Luft habe. Bereits ein, zwei Tage vorher spüre ich das verstärkte Bedürfnis nach Entschleunigung und Dinge zu Ende zu bringen. Die Höhle ruft!

Als ich noch in einer Beziehung mit dem Vater meiner Kinder war, hat er in dieser Zeit verstärkt Aufgaben im Haushalt & die Betreuung unserer Kinder übernommen. Auch meine Kinder packen in dieser Zeit mehr an als sonst.

Egal ob wir in einer Partnerschaft sind oder einem Arbeitsverhältnis, es erfordert eine gute Kommunikation. Da die Menstruation in unserer Gesellschaft weitgehend tabuisiert ist, ist das auf jeden Fall eine kleine Herausforderung und kostet am Anfang etwas Überwindung.

Meist setze ich Menschen, mit denen ich zusammenarbeite darüber in Kenntnis, dass ich in dieser Zeit „offline“ bin. Meine Erfahrungen – gerade mit männlichen Arbeitskollegen (und auch Partnern) waren bisher ziemlich positiv.

Ich möchte ein Bewusstsein für den Zyklus schaffen und dafür, dass es Zeiten gibt, in denen es uns gut tut, einen Gang runter zuschalten. Zyklische Menschen ticken schließlich nicht immer gleich. Wie auch?

Unser Körper verändert sich ständig und wir durchlaufen im Laufe eines Zyklus vier unterschiedliche Phasen: Menstruation – Follikelphase (Eireifung) – Eisprung – Lutealphase (Gelbkörperphase). Die unterschiedlichen Hormonkonzentrationen beeinflußen unser Energielevel, unsere Konzentrationsfähigkeit, unsere Emotionen, unsere Libido, unser Bedürfnis nach Nähe und Intimität, unseren Appetit und worauf wir Hunger haben, unsere Verdauung, unseren Bewegungsdrang, wie gesellig wir sind, wieviel Schlaf und Ruhe wir brauchen und vieles mehr.

Der Abstand von allem und die Innenschau während meiner menstruellen Auszeit bringt oft neue Impulse und Erkenntnisse, die später auch in mein Familien- und Berufsleben einfließen. Das Schöne an meinem Ritual ist vor allem der Aspekt der Selbstfürsorge.

Ständig geben wir – ob im Job, der Familie, in einer Partnerschaft, in Freundschaften. Dabei können die eigenen Bedürfnisse schnell aus dem Fokus geraten – besonders bei Müttern. Durch die monatliche Auszeit sorge ich dafür, dass dies nicht geschieht.

Gleichzeitig vermittle ich meinen Kindern und Mitmenschen, dass es wichtig ist, dass wir uns um unsere Bedürfnisse kümmern. Wenn wir diese regelmäßig nähren, laufen wir nicht Gefahr auszuzehren und können weiterhin geben. Aus der Fülle und in Achtsamkeit mit uns selbst.

Wir leben in Strukturen, die nicht besonders viel Raum für den Zyklus, geschweige denn die Menstruation, lassen. Dennoch können wir innerhalb dieser Strukturen Möglichkeiten schaffen, während unserer Mondzeit Ruhe zu finden. Uns erden und auf uns selbst besinnen. Loslassen. Öffnen für das Neue. Kraft tanken. All das tut so gut.

Nicht jede Mondzeit ist gleich: oft ruhe ich in mir, manchmal kommen Dinge auf, die ich nochmal durchfühlen muss. Das deutet sich häufig auch in lebhaften Träumen an.

Angenehm ist das meist nicht, wenn mein Gefühlsleben so aufgewühlt wird und ich mit altem Ballast konfrontiert werde. Emotionen wie Angst, Traurigkeit, Wut oder Verzweiflung bewusst zu spüren und sein zu lassen, ist kein Zuckerschlecken.

Doch es ist eine Chance loszulassen, stärker zu werden, zu wachsen und zu heilen. Deshalb stelle ich mich – auch, wenn ich es unangenehm finde – allem, was kommt. In dem Wissen, dass es mir danach besser geht.

Wie wertvoll diese Zyklusphase ist, wenn wir uns auf sie einlassen und uns so wenig wie möglich mit anderen Menschen, Arbeit und Social Media ablenken, kann jede Menstruierende für sich selbst entdecken.

Zyklisch zu leben und die Menstruation als Zeit der Erneuerung zu nutzen, ist eine Möglichkeit unsere eigene Kraft zu kultivieren. Wir gewinnen an Stärke und bekommen einen guten Zugang zu unserer Intuition. Das haben mir schon einige Frauen bestätigt, die es ähnlich halten.

Es gibt viele Dinge, die wir tun und lassen können während dieser Zeit. Wir müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Ich kann jede menstruierende Person nur dazu ermutigen, es selbst einmal auszuprobieren.

Ich habe mich langsam angenähert, experimentiert und reingefühlt, was mir gut tut und was nicht während meiner Blutung. Eins weiß ich gewiss: Es gibt mir bis heute unheimlich viel Kraft zyklusbewusst zu leben.

Petition von Social Period e.V.

Undine, Katja und Constanza vom Verein Social Period haben eine Petition ins Leben gerufen, die fordert, dass Menstruationsprodukte in öffentlichen Einrichtungen menstruierenden Menschen frei zur Verfügung gestellt werden. Seit 24. November 2020 ist Schottland das erste Land weltweit, das dies möglich macht. Let’s be country number two, damit noch viele weitere Länder folgen. Hier geht’s zur Petition:

https://www.change.org/p/periodenarmut-freier-zugang-zu-menstruationsprodukten-in-öffentlichen-einrichtungen

BodySpeaks Warmup

Am 14. November hat unsere BodySpeaks Warmup-Reihe begonnen. Ursprünglich waren die Warmups „Vulva Dialogues“ & „Power to the Period“ als Präsenzveranstaltungen im zeitraumexit, Mannheim geplant. Auch wir sind von der aktuellen Situation betroffen und haben unsere Events daher in ein Online Programm umgewandelt. Bis zum 19. Dezember stellen wir euch auf unserem BodyLeaks YouTube-Kanal jeden Samstag um 19:15 Uhr einige der Akteur*innen vor, die sich mit den Themen des BodyLeaks-Festivals beschäftigen. Hier geht’s zum Interview mit Louisa Lorenz:

Foto: Diana Pfammatter | Design: Deutsche & Japaner

VulversitY-Workshop

Im Rahmen von unserem BodySpeaks Warmup könnt ihr am 14. November 2020 von 12 bis 18 Uhr am VulversitY-Workshop teilnehmen. Die Session erfolgt via Zoom und ist auf 8 Teilnehmer*innen begrenzt. Mithilfe eures VulversitY-Kits fertigt ihr unter Anleitung von Bildhauerin Melissa Holstein einen Abdruck eurer Vulva an. Das Abdrucksmaterial ist Alginat (kennt ihr bestimmt vom Zahnarzt), die Form gießt ihr später mit Gips aus. Eure Vulva kann für den Abdruck behaart oder rasiert sein, beides funktioniert einwandfrei. Tickets sind ausverkauft!

Workshopleitung: Melissa Holstein

interview mit madita oeming (ze.tt)

madita oeming ist pornoforscherin und widmet sich damit einem gesellschaftlichen tabuthema. dass millionen von deutschen pornos schauen, ist ein offenes geheimnis. dennoch wird madita oeming für ihre arbeit auch angefeindet. eine unterteilung in „gute“ und „schlechte“ pornografie findet sie problematisch und plädiert für eine differenzierte auseinandersetzung mit pornos. anstatt „porno“ also per se zu verteufeln, beschäftigt madita oeming sich damit auf wissenschaftlicher ebene und unterrichtet hierzu auch seminare an der uni. thanks for your amazing work & putting yourself out there, madita oeming! hier geht’s zum interview auf ze.tt:

Interview mit Madita Oeming auf ze.tt

yearning for moontime (poem)

the pain and unmet desire of my heart are so strong, they might as well crush me into pieces. feelings so intense, every fiber of my body aches.

moontime. please.
don’t make me wait much longer.
come set me free and gently carry me into dreamtime, where time and space no longer exist.

moontime.
my shell, my shelter and safe place. where i can withdraw from the noise of the world and dive into unknown, yet familiar territories.

moontime.
my merciless teacher. who calls me into discipline. who demands i sit with my every emotion. who challenges me to conquer my fears and look into the mirror to face whatever comes up with courage.

moontime.
my nurturing mother. who guides me on my fall deep down into the void, where i land softly in the darkness of my womb. where i become one with my source, my knowing, my roots, my truth. so i always remember who i am.

moontime.
my sacred space, my fountain of youth, my treasure chest. where i connect with my very essence, where my soul is replenished and my cup is filled again with the gifts of love, power, insight, vision and intention.

moontime.
my ruthless disillusionist. uncovering all that isn’t true and beautiful, burning everything that no longer serves me. calling me to shed my old, suffocating skin.
inviting me to stretch, expand and grow. so i can be in flow again.

moontime. please.
don’t make me wait much longer. this heartache is becoming unbearable and i need to return home to your intuitive wisdom, eternal patience and consoling silence.

moontime.
my sweet relief, my monthly death. the time where i can release it all. where everything dissolves, resolves and i’m born anew.

each month, like a phoenix from the ashes, i rise again.
each time, stronger, wiser and more humble.

dear mainstream society, go fuck your toxic narrative around productivity. yours truly, body.

we are more than our minds. we are matter.
our bodies enable us to experience life and i believe it’s our responsibility to pay attention and tend to their needs. our bodies are gifts we must honor.

we live in a culture that is always on the go and doesn’t value leisure. keeping busy and being productive is such a toxic mantra that it requires us to swim against this mainstream current, if we want our bodies to stay healthy. this applies to everyone, not just people like me with a cyclical body. all bodies need rest in order to stay balanced.

one thing i love about my cycle is that it has taught me exactly when my body needs to rest and recharge its energy. but in order to integrate this knowledge into my life, i first had to learn to listen to my body. to become aware of my body. since i’m cyclical, this meant getting to know my four cycle phases.

body literacy wasn’t passed on to me or something i learned at school. in 2002, i was lucky to stumble across a book that changed the course of my life forever and led me on the journey of cyclical living. next year, it will be 30 years since i had my menarche (first menstruation). that’s three decades of being cyclical!

when we start paying attention to our bodies and give them what they need, we do so much more than simply benefit our physical health: we give them a voice and become their advocates and thereby also foster our mental, emotional and spiritual wellbeing – which allows us to live life to the fullest.

shortly before i menstruate, my body gets less energetic and i feel the need to slow down. i usually try to finish projects and prepare for my menstrual phase, so that when it’s time for my uterus to shed its menstrual blood, i can relax into this natural phase of renewal.

if i were to submit to mainstream culture’s non-stop productivity beat and ignore my body’s monthly need to recharge and withdraw from the outside world – such as my relationships, events, obligations and social media – my body would suffer from lack of rest and regeneration.

this suffering would not only affect my physical, but also mental health. by following the beat of my cycle and allowing my body to take up space in my life, i’m not just doing myself a favor, but also the society i live in.

so, you’re welcome, mainstream society! you’re welcome that i prioritize my body’s innate wisdom over your toxic live-life-like-a-busy-bee-mantra. if i were to live my life according to that lie, i’d be overwhelmed, exhausted and probably struggling with health issues.

is that what you want? a powerless, drained and eventually sick woman? are those the attributes that make me a strong member of society?

dear mainstream society, i know… you don’t value my life style and i can almost see you rolling your eyes at the thought of me taking a few days off when i menstruate. how dare i be – what you consider – unproductive.

well, let me tell you something: you don’t get to define the terms of my productivity. we do: my body and i.

and by golly, we do this well!
in sync with my body and every month anew, i become the empress and alchemist of my cyclical energy, witnessing its transformation, when it ebbs, when it flows. when it’s a trickling stream whispering course corrections, or a clear and quiet pond revealing pearls of wisdom, or when it rises to an ocean, majestic and powerful, full of outward-directed intention.

ohhh, and when it rises, you better watch out! because that energy becomes a fucking tsunami! which, worry not, i have learned to harness and channel into… you wouldn’t have guessed… productivity.

or actually, do worry!
do worry that one day, millions of us – no matter what sex we are – will be honoring our bodies again. and in honoring our own bodies, we will begin to value and protect the biggest body of all: the earth we live on – our mother – who nourishes every single one of us. when that time comes, your toxic narrative that only causes greed and suffering will finally be: a thing of the past.